Das Schiffswrack „Raketa“ in Loksa – Estland

#logbucheintrag28

Die Raketa (ru. Ракета) ist ein Segelschiff aus Finnland, dessen Überreste am Hafen in Loksa im Norden Estlands zu finden sind. Wir kombinierten unseren Einkaufstag mit einem Besuch am Strand von Loksa. Ohne den genauen Standort zu kennen, fanden wir das Schiffswrack schließlich.

Tauche hier in die Geschichte der Rakete ein und sei dabei, wenn wir das ehemalige Segelschiff besteigen!

Der Blick vom Strand auf die Rakete. Gänzlich unbewohnt in das Wrack nun wirklich nicht.

Wo kommt die Raketa her?

Der Dreimaster wurde in Finnland erbaut, um die Sowjetunion infolge des Winterkrieges von November 1939 bis März 1940 zu entschädigen. Erst der Friedensvertrag von Moskau konnte den Krieg beenden und trotzdem musste Finnland große territoriale Zugeständnisse machen. Immerhin konnten die Finnen ihre Unabhängigkeit dadurch bewahren.

Die Rakete war eines von 91 großen Segelschiffen dieser Entschädigungsserie. Im Dezember 1949 erreicht das Schiff die UdSSR und damit die Estnische Sozialistische Sowjetrepublik. Später wurde sie bei der estnischen Schifffahrtsgesellschaft geführt und zu Handelszwecken in der Ostsee eingesetzt.

Lage der Raketa an der Hara Bucht bei Loksa.

Die wichtigsten Daten der Raketa im Überblick:

  • Typ: Handelsschiff
  • Antrieb: Motorsegler
  • Baujahr: 1949
  • Länge: 44,91 Meter
  • Breite: 8,75 Meter
  • Lage: 59:35.616 N 25:42.380 E

Die Rakete heute

Die Rakete war bis 1957 im Einsatz und wurde dann abgeschrieben. Leider konnten wir bei unserer Recherche keine Fotos des einstigen Dreimasters finden. Heute ist von dem Schiff nicht mehr viel übrig und es liegt trostlos am Strand der Hara Bucht in Loksa. Scheinbar wurden einige Schiffe in der Hara Bucht zurückgelassen und es konnte bis heute nicht gänzlich geklärt werden, dass es sich bei der Rakete wirklich um DIE Rakete handelt. Wir sind gespannt, wie lange die Rakete noch der Witterung standhält.

Das, was vom Schiff noch übrig ist, kann im Winter trockenen Fußes besichtigt werden, nämlich dann, wenn die Küste vereist ist. Wir hatten Glück und konnten über die letzten Schneefelder auf das Schiff klettern. Die ein oder andere Wasserpfütze steht im Inneren, ansonsten ist der gesamte Schiffsboden begehbar. Die rostigen Nägel kann man aufgrund ihrer Farbe fast nicht übersehen. Die Besteigung der Rakete lohnt sich in jedem Fall! Man kann nur erahnen, wie groß sie einst war!

Und nächste Woche…

Nächste Woche stellen wir dir Liisa vor! Falls du dich fragst, wer das ist, solltest du noch einmal bei unserem Beitrag zum Umzug in den Nationalpark Lahemaa vorbeischauen. Wir freuen uns auf dich!

Bleib neugierig!


Alexander und Svenja von Zeitreisen.home

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