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Nach unserer sommerlichen Erkundungstour auf der Insel Hiiumaa in Estland sattelten wir über: zur größeren Schwesterinsel Saaremaa. In diesem Beitrag erfährst du, wie unsere Reise auf Saaremaa aussah und welche zehn Sehenswürdigkeiten du dir auf der Insel nicht entgehen lassen solltest.
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Von der Fähre Triigi ins Landesinnere
An der Nordküste von Saaremaa legte unsere Fähre am Hafen Triigi Sadam an. Die Überfahrt war abermals entspannt und ausreichend Sitzmöglichkeiten auf dem Sonnendeck boten sich den Reisenden an. Da der Ticketautomat am Hafen Hiiumaa nur Kreditkartenzahlen akzeptierte, bot man uns kurzerhand die Bargeld-Bezahlung auf der Fähre selbst an. Und siehe da, ganz unproblematisch kauften wir uns zwei Tickets im Bord-Café und gleich zwei Kaffees dazu.
Selbstverständlich hat Alexander die besten Eindrücke der Insel Saaremaa auf Kamera für dich festgehalten. Ob die Kamera auch wirklich wasserdicht ist? Und was genau sagt Alex unter Wasser? Hier findest du es heraus:
Reise-Tipp:
Wenn du mit Auto flexibel unterwegs bist, binde am besten direkt nach Ankunft auf Saaremaa die Erkundung der Steilküste Panga an. Es handelt sich um eine fast 3 km lange Kalksteinmauer, von der man herrliche Ausblicke auf das offene Meer genießen kann.

Daumen raus und los
Dieses Mal waren wir schlauer und wussten: Entweder wir erwischen direkt eine Mitfahrgelegenheit im ausströmenden Autoverkehr bei Verlassen des Schiffes oder wir mussten auf gut Glück auf eine zufällige Mitfahrgelegenheit später warten. Wir entschieden uns, uns beim Verlassen der Fähre zu sputen und uns an geeigneter Stelle zu platzieren. Wenige Minuten später hielt ein Opel Zafira an und die Tür ging auf. Heraus kullerte ein Becher, den wir schnell wieder einpackten. Wir trauten unseren Augen kaum, als uns vier paar strahlend blauer Augen anstarrten, noch dazu handelte es sich allesamt um Frauen bzw. Mädchen! Wow, dass wir das noch erleben durften in unserem Tramperleben! Das Kleinste unter ihnen war gerade einmal ein paar Wochen alt und musterte mich neugierig. Die gesamte Fahrt unterhielt ich mich mit der Kleinen via Winken und Grimassen und brachte es zum Lachen. Die freundliche Mutter fuhr uns bis zum nächsten Dorf Leisi, wo wir in Ruhe einkaufen konnten und ein Picknick einlegten.
Unsere Top Ten auf Saaremaa:
- Panga Steilküste – Steilküste am Meer
- Fährhafen Triigi – Ankunft auf der Insel
- Kiipsaare Tuletorn – Leuchtturm versunken im Meer
- Sõrve Tuletorn bei Sääre – 2. ältester Leuchtturm Estlands
- Anseküla Tuletorn – quadratischer Leuchtturm
- Kuressaare – Bischofsburg und Ostseestrand
- Kaali Krater – der 8. größte Meteoriteneinschlag weltweit
- Angla Windmühlen – typisch estnische Bockmühlen
- Vilsandi-Nationalpark – Heimat von Robben und Orchideen
- Abruka Tuletorn – schwarz-weißer Leuchtturm auf einer Insel
Die Top Ten unserer Highlights auf Saaremaa.
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Windmühlen gibt es nicht nur in den Niederlanden
Nach der schattigen Pause nahm uns ein Pärchen aus Litauen mit, das sich zwei Wochen Zeit nahm, die Inselwelt Estlands zu erkunden. Sie erzählten uns von den traumhaft schönen Stränden Litauens und davon, dass sie leider keine Inseln in der Ostsee hätten. Schnell stellten wir fest, dass sich deren Sprache gewaltig vom Estnischen unterschied. Die Beiden waren auf dem Weg nach Arensburg, der Hauptstadt Saaremaas. Natürlich erkundigten sie auf dem Weg dort hin bereits die ersten Sehenswürdigkeiten. Und so dauerte es nicht lange und wir besuchten zusammen den Windmühlenberg Angla Windmill Park.
Eingegraben für die Ewigkeit: Kaalis Meteoritenkrater



Nächster Stopp war der beeindruckende Kaali Krater. Hier schlug vor etwa 7600 Jahren ein Meteorit ein, der einen 110 m langen und 22 m tiefen Krater und zahlreiche kleinere in der Umgebung hinterließ. Mit seinen Ausmaßen schafft es der Kaali Krater immerhin auf Platz 8 der weltweit größten Krater.
Die Altstadt von Kuressaare
Kurz vor Kuressaare (dt. Arensburg) schlugen wir uns in ein Waldstück, bauten unser Zelt auf und konnten am nächsten Morgen bequem den Bus zur gebuchten Unterkunft nehmen. Eine Buchung ist für uns immer ein Highlight und nur eine absolute Ausnahme und so freuten wir uns umso mehr darauf. Schließlich wollten sich unsere Muskeln noch einmal ausruhen, bevor es auf Wanderung quer durch Estland ging.







Reise-Tipp:
Busfahren auf Hiiumaa und Saaremaa ist auch für Touristen kostenfrei. Selbstverständlich sollte man sich gut über die Abfahrtszeiten informieren.
Wir erkundigten schließlich Kuressaare für vier Tage und bummelten gemütlich durch die hübsche Altstadt, aßen die leckeren Lounas (Mittagsangebote) und schwammen in der warmen Ostsee. Mehrmals besuchten wir die Bischofsburg von Kuressaare und streiften an Suur Tõll mit seiner Piret vorbei, die damit beschäftigt waren ein Boot voller Fische nachhause zu tragen. Die Nachmittage verbrachten wir beim Slacklinen oder Alexander beim Volleyballspielen am Strand.

Gibt es etwas, was du von uns wissen willst? Warst du schon mal auf einer der Inseln, falls ja, was hat dir am besten gefallen? Lass es uns gerne wissen, wir freuen uns auf deinen Kommentar. 😉
Bleib neugierig!
Alexander und Svenja von Zeitreisen.home
